Diesellokomotive V29

diesellokAnfang der 50er Jahre suchte die Deutsche Bundesbahn nach neuen Lokomotiven für ihre Schmalspurbahn in der Pfalz. Das Zentralamt München beauftragte die Lokfabrik Jung in Jungenthal bei Kirchen an der Sieg mit dem Bau geeigneter Maschinen. Schon im Oktober 1952 sind drei Maschinen mit den Jung-Fabriknummern 11 463 - 11 465 fertiggestellt. Sie erhalten die Bundesbahn-Betriebsnummern V29 951 - 29 953. Die erforderlichen Probe-, Einstellungs- und Abnahmefahrten finden zwischen Mundenheim und Meckenheim statt. Die drei Diesellokomotiven können nicht lange auf ihrer Heimatstrecke bleiben. Schon 1956 sind die Tage der Bahnlinie gezählt. Die Strecke wird stillgelegt. Die Loks V29 951 und V29 953 ziehen zur “Walhalla-Bahn“ nach Bayern um. Auch hier wird der Personenverkehr am 1.10.1960 eingestellt und der Güterverkehr endet am 31.12.1968. Die beiden Loks, die mit den Nummern 299 951 und 299 953 in den EDV Nummernplan der Bundesbahn übernommen wurden, werden ausgemustert und 1969 in Feldkirchen bei München verschrottet. Die verbliebene V29 952 kommt zur Linie Nagold-Altenstieg. Auch diese Bahn wird 1967 eingestellt. Unsere Lok wird an die Mittelbadische Eisenbahn-Gesellschaft (MEG) verkauft. Mit der MEG-Nummer V29 bedient sie zuletzt die Strecke Schwarzach-Lichtenau-Scherzheim. Als dort 1981 der Betrieb endet, kommt die Lok in das Schmalspurmuseum der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahn-Geschichte in Viernheim. Damit ist die Odyssee der Maschine noch nicht beendet. Als das Museum 1989 geschlossen werden muss, wird die Lok stark beschädigt in der Nähe von Bremen hinterstellt. Hier wird sie vom DEV Bruchhausen-Vilsen erworben und dem Brücke e. V. im Frühjahr 2000 zur Aufarbeitung übergeben.

Förderungen:  Bundesagentur für Arbeit, Land Sachsen-Anhalt, EU – ESF, Eisenbahnverein Bruchhausen-Vilsen

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