Unterstützung der Waldkindergruppe der Kindertagesstätte "Spatzennest"

 

Das "Büro zur Förderung der Beschäftigung und regionalen Entwicklung" unterstützt das Projekt "Waldkindergruppe Zollhaus" in Riestedt (Landkreis Sangerhausen) mit dem Ziel, Kindern der Region das Spielen und Lernen in freier Natur zu ermöglichen und somit eine gesunde Entwicklung der Kinder in natürlicher Umgebung zu fördern.

Die Kinder der Waldkindergruppe halten sich täglich und bei jedem Wetter mehrere Stunden im Wald auf. Für den Weg dorthin müssen sie mehrere Kilometer zurücklegen. Bisher konnte der Transport mit Hilfe eines ortsansässigen Unternehmers gelöst werden. Um aber noch mehr Kindern, deren Familien nicht in der Lage sind, die zusätzlichen Kosten für den Transport aufzubringen,  die Möglichkeit der Integration in die Waldkindergruppe zu geben, möchte die Kindertagesstätte ein geeignetes Fahrzeug anschaffen. Wir erstellten eine Präsentationsmappe, die wir an verschiedene Autohäuser und Stiftungen schickten. Es werden Finanzen einmalig für den Erwerb des Fahrzeugs, aber auch laufende Mittel für die Unterhaltung und Pflege des Kleinbusses benötigt.

Auszug aus dem Konzept:

Unsere Waldkindergruppe

Unsere Waldkindergruppe ist an ein dänisches Modell angelehnt. Seit den 70er Jahren gibt es reine Waldkindergärten in Dänemark. Die Kinder haben kein festes Haus und spielen mehrere Stunden unter freiem Himmel.

Vorteile der Waldkindergruppe

  • Eine „Kindheit in der Natur“, ein nahezu grenzenloser Raum, sich frei zu bewegen: Der natürliche Bewegungsdrang der Kinder kann ungehindert ausgelebt werden.
  • Der tägliche Aufenthalt an der frischen Waldluft stärkt nachweislich das Immunsystem. Die Kinder sind weniger infekt- und allergieanfällig. Darüber hinaus wird den zunehmend auftretenden Haltungsschäden bei Kindern und Jugendlichen vorgebeugt. 
  • Das Spielen in der Natur fördert nicht nur die Grobmotorik (laufen, klettern, balancieren ...), sondern auch die Feinmotorik, denn gerade die Natur bietet vielfältiges Material, das vorsichtig und geschickt angefasst, auseinandergenommen oder zusammengefügt werden muss. 
  • Kinder, die in ihrer Entwicklung verzögert sind, werden positiv beeinflusst.
  • Stille kann im Wald wieder erlebt werden. Sie ist in unserer heutigen hektischen und reizüberfluteten Welt von unschätzbarem Wert geworden. Die Kinder erlangen ihre innere Ruhe.
  • Unmittelbares Erleben, eigene Erfahrungen mit allen Sinnen geben Selbstwertgefühl, Konzentrationsfähigkeit und emotionale Ausgeglichenheit. Nicht vorgefertigte Spiele und keine übermäßig vorstrukturierte Programmgestaltung veranlassen die Kinder, aus sich selbst heraus Ziele zu stecken, Wege zu suchen, Spiele zu erfinden. So lernen die Kinder, in Problemsituationen eigenständig und selbstinitiativ zu reagieren und zu handeln.
  • Aggressionen können sich gar nicht erst aufstauen.
  • Die Kinder beschäftigen sich nicht nur ’mit der Umgebung’ sondern auch mit anderen Kindern, sie sind hilfsbereit und hören einander zu. Jedes Kind findet im Wald seine Nische und kann seinen Interessen und Fähigkeiten nachgehen.
  • „Waldkinder“ sind neugierig und aufgeweckt. Sie lernen im Wald, sich mit allen Sinnen auf eine Sache zu konzentrieren. Sie begreifen die komplexen Zusammenhänge der Natur, den jahreszeitlichen Rhythmus der Pflanzen- und Tierwelt, lernen Zahlen, Farben und Formen kennen.
  • Die Kinder lernen umweltbewusstes Handeln, der behutsame Umgang mit jeder Art von Leben wird im unmittelbaren Erleben begriffen.
Umweltliebende Kinder werden umweltbewusste Erwachsene!  
 
 

 

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